Klare Bildsprache, deutliche Inhalte

Vor jeder Wahl in Linz ein spannender Moment: die Wahlplakate sind aufgestellt. Auf Dreierständern, hauptsächlich entlang der Öffi-Linien, zeigen sie, wofür die KPÖ steht. Sozial ohne wenn und aber bekämpfen wir Armut, nicht die Armen, fordern Freifahrt in den Öffis und begrenzte Mieten statt Menschen. Nicht zuletzt und immer wichtiger: Klima schützen statt System. Mit klarer Bildsprache und deutlichen Inhalten.

Und gleichzeitig weiß ich, dass die selben Aktivist*innnen, die auf der Kandidat*innenliste stehen, auch die Ständer gebaut, plakatiert und aufgestellt haben. Sie sind in Bündnissen aktiv und veranstalten Feste, organisieren Demonstrationen und Kundgebungen und stehen bei Infoständen Rede und Antwort. Diese Vielseitigkeit, dieses Engagement strahlen die Plakate für mich auch aus.

Von den anderen Parteien sieht man wie immer das Erwartbare, die FPÖ geifert gegen „Migranten“, die Neos tun so als wären sie frischer Wind. Die SPÖ setzt auf Wohlfühlbilder und darauf, dass die Betrachterin erraten kann, von wem sie stammen, denn der Parteiname steht nicht drauf. ÖVP bis jetzt niente.

Da fällt die Wahl nicht schwer, zumindest nicht Eurer Irene Ira

Lawine durch die Stadt

Die Wohnsiedlungen im südlichen Stadtteil Ebelsberg bieten halbwegs leistbare Wohnungen mit gut erreichbarem Naherholungsgebiet. Umsäumt von den Traunauen auf der einen Seite und dem Schiltenbergwald auf der anderen, beherbergen Kastgründe und Ennsfeld an die 10.000 Menschen in mehr als 2.500 Wohnungen.

Auf dem benachbarten Areal der ehemaligen Kaserne soll bald zusätzlich eine neue Siedlung entstehen, der „Garten Ebel“ mit etwa 3.000 Wohneinheiten und Geschäftsflächen.

Gleichzeitig geplant: die Zerstörung des Schiltenbergwaldes und der Traunauen durch eine Transitautobahn, die genau zwischen Ennsfeld und Garten Ebel das Wohngebiet zerschneidet. Besonders perfid: diese Autobahn heißt Ostumfahrung, führt aber mitten durch das Stadtgebiet.

Eine vernünftige Verkehrs- und Stadtplanung gelingt seit Jahrzehnten nicht, das ist bekannt. LKW-Lawinen zusätzlich durch die Stadt zu leiten, und das direkt durch dicht besiedeltes Wohngebiet, ist aber derart widersinnig, dass man es kaum glauben kann. Mit 6.100 Unterschriften können wir eine Volksbefragung auslösen. www.kein-transit-linz.at

Für eure Unterstützung dankt euch Irene Ira

Pseudo-Barrierefreiheit

Seit wir am südlichen Stadtrand von Linz wohnen, ist eine Fahrt „in die Stadt“ fast ein Erlebnis. Mit einem gewissen Urlaubsgefühl auf der Landstraße zu flanieren ist etwas ganz anderes als am alten Wohnort im Domviertel von den SUVs der Bobos bedrängt zu werden.

Von einem Lockdown ist dabei nichts zu merken. Die Leute tummeln sich zuhauf, seit die Geschäfte wieder offen sind. Eine neue Strategie, ein langfristiges Konzept und einen tauglichen Impfplan gibt es nicht. Riesige Werbeeinschaltungen für eine Impfung, die gar nicht verfügbar ist, machen auch mich schön langsam wütend.

Noch um einiges wütender macht mich der unsägliche Plan, eine Rolltreppe auf den Schlossberg zu bauen. Mit dem Pseudoargument der Barrierefreiheit (Rolli, Rollator und Kinderwagen auf der Rolltreppe?) soll uns ein völlig absurdes und unheimlich teures Projekt aufs Aug gedrückt werden. Vorerst hat der Gestaltungsbeirat nein gesagt, sämtliche Architekt*innen protestieren, ebenso die Anrainer*innen. Einer der schönsten Plätze von Linz würde dadurch zerstört, und zwar unwiederbringlich.

Lasst es einfach bleiben rät dringend Irene Ira