Isoliert und vergessen

Schweden, einst Beispiel für gelungene Sozialpolitik, ist nicht wiederzuerkennen. Der Rechtsruck brachte eine rechtsextreme Partei in die Regierung, die massiv Stimmung gegen Zuwanderer macht. Dass die Menschen auf den Zug aufspringen und sich von den rechten Hetzern mitreißen lassen, ist unter anderem das Ergebnis vollkommen misslungener Integrationspolitik, beziehungsweise ihres Gegenteils.

Zugewanderte Menschen wurden in desolaten Vierteln isoliert und von der Politik „vergessen”. Hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven schufen gewaltige Konflikte, die mittlerweile mit Waffengewalt geführt werden. Jugendliche werden bedroht und so gezwungen mitzumachen, um nicht Opfer zu werden. Die hohe Kriminalität in den Vorstädten ist ein gefundenes Fressen für Rechtsradikale.

So dramatisch ist die Lage in Österreich nicht, doch stellt sich die Frage, wie Menschen, die durch den Ausschluss vom Wahlrecht keine Mitbestimmungsmöglichkeit haben, sich wirklich zugehörig fühlen können. Vom Rassismus, den sie erleben, ganz zu schweigen. In unserem Multikulti-Wohnviertel ist nur ein Bruchteil wahlberechtigt. Ihre Kinder und Kindeskinder werden es aber eines Tages sein. Dann: Gute Nacht, ÖVP! Das ist schon tröstlich für

Eure Irene Ira

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