Linzer Spießrutenlauf

Wolfgang Moringer, unterwegs in Linz, zu Fuß.

Als Fußgänger macht man die Erfahrung, dass „zu Fuß“ zuvor unbemerkt gebliebene Hindernisse zu überwinden sind.

Wollte man, von der Roseggerstraße kommend, die Sandgasse, um in die Stifterstraße zu gelangen überqueren, räumt das Grünlicht der dortigen Ampelanlage dem Fußgänger dafür genau zehn Sekunden ein, beginnt jedoch bereits nach fünf Sekunden zu blinken. Schon aus einem Abstand von etwa sieben Meter zum Fußgängerübergang, wird der Versuch, ihn zu Überqueren zur sportlichen Herausforderung. Eltern mit Kinderwagen oder gar einem Kleinkind an der Hand, sollten sie jedenfalls vermeiden.

Bis in die erste Hälfte des Jahres 2022 geriet man auch in der Stifterstraße selbst in Schwierigkeiten. Von der linken auf die rechte Straßenseite wechselnde, auch beiderseitige Baustellen, jedenfalls ohne straßenseitig abgesicherten Fußpfad, zwangen den Fußgänger durchgängig zu zwischen fahrenden Kraftfahrzeugen durchzuführenden Überquerungen.

Ähnliches 2021 auf der in Richtung Donau führenden linken Seite der Humboldtstraße. Plötzlich, weil eine Baustelle, wie es üblich zu sein scheint, ohne abgesicherten Fußpfad eingerichtet wurde, Ende des Gehsteiges. Um weiterzukommen, musste man die stark befahrene Straße ohne Ampel oder Zebrastreifen überqueren.

Die übelste derartige Erfahrung gab es bis Mitte 2022 nach dem Kreuzungsbereich Lederergasse/Gruberstraße, auf deren in Richtung Ludlgasse linksseitigem Gehsteig, unmittelbar vor der Riesenbaustelle Tabakfabrik. Dort endet der Gehsteig. Geht man jetzt entlang der Gruberstraße, ohne Gehsteig weiter in den Baustellenbereich, gelangt man in einen verkehrsbedingten Hexenkessel. Den sollte man, wenn einem sein Leben lieb ist, schnellstens wieder zurückgehend verlassen. Dann hat man die Alternativen, entweder die Gruberstraße auf Höhe der Ludlgasse ungesichert zu queren oder Richtung Holzstraße weiterzugehen.

Zur Jahresmitte 2022 geschah ein Wunder. Plötzlich, die Baustelle Tabakfabrik war geschätzt eineinhalb Jahre alt, findet sich auf der Gruberstraße (Höhe Lederergasse) ein Hinweis darauf, dass der Gehsteig bei der Ludlgasse endet. Ungeschrieben bleibt, dass man hier den geregelten Fußgängerübergang nutzen sollte, um unbeschädigt die rettende andere Straßenseite zu erreichen. Insgesamt, wenn auch eine zufällige, eine typische Auswahl.

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