Blechlawinenkunde

Armin Kraml über Linzer Autobahnprojekte

Aktuell schweben immer noch zwei geplante Autobahnprojekte in Linz wie ein Damoklesschwert über einer klimafreundlichen und nachhaltigen Verkehrswende. Es sind dies die „Bahnhofsautobahn“ A 26 im Bereich des Freinbergs und des Bahnhofsviertels (mit dem geplantem Wohngebiet „Postcity“) sowie die Ostautobahn im Linzer Süden im Bereich des Natura-2000-Gebietes Traun-Donau-Auen und des Schiltenbergwaldes.

Mit kolportierten Kosten von rund zwei Milliarden Euro und etwa 80.000 Fahrten zusätzlich pro Tag in Linz wird wieder einmal unser Steuergeld anstatt für klimafreundliche Maßnahmen auf Linzer Gemeindegebiet für Transitautobahnen und Luftverpestung verschwendet.

Nun argumentieren manche, dass alternative Trassenführungen der Ostautobahn in Nachbargemeinden weniger „schlimm“ wären, als wenn sie inmitten eines Wohn- und Naturschutzgebietes im Linzer Süden erfolgen. Doch ändert es etwas an der Situation, dass zigtausende LKW-Fahrten die Menschen durch erhöhte Stickoxidbelastungen und Mikroplastikabrieb durch den Reifenverschleiß weiter belastet? Wohl nicht!

Was wir aktuell brauchen ist eine wirkliche Verkehrswende, indem die Güter auf der Schiene transportiert werden und nicht so wie im aktuellen Fall ein Lückenschluss der S10 durch alle vier Landtagsparteien forciert wird. Denn jede neue Straße ist genau eine Straße zu viel für eine echte Verkehrswende und den notwendigen Klimaschutz für die nächsten Generationen!

Nun gibt es bereits Beispiele wie es gehen könnte: So hat die Schweiz hier sehr konsequent und nachhaltig ihre Hausaufgaben Richtung Güterverlagerung auf die Schiene umgesetzt, währenddessen die Tiroler*innen im Transitverkehr zu ersticken drohen.

Ob man in Oberösterreich bereit ist diese klimafreundlichen Erkenntnisse in Bezug auf die komplette Verlegung des Gütertransportes auf die Schiene umzusetzen, wird auch davon abhängen, ob eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen in Oberösterreich zugunsten notwendiger Veränderung für die Zukunft geopfert wird. Denn worauf man sich im Ernstfall wohl nicht wirklich verlassen kann, ist ob für die Grünen der Klimaschutz den Vorrang vor Transitautobahnen bekommen wird.

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