Zeit für Autokorrektur

Dass die Art wie wir uns fortbewegen und welche Verkehrsmittelwahl wir treffen, eng mit Fragen des Bauens, der Land- und Stadtgestaltung zusammenhängt, steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Autokorrektur“ im Linzer Architekturforum (afo).

Die kleine, inhaltlich und im Design sehr ansprechende Ausstellung versucht eine Korrektur. Während Politik und Medien sklavisch am Auto festhalten – aktuelles Beispiel die Posse um den autofreien Linzer Hauptplatz – wird hier aufgezeigt, dass die Dominanz des Autos in unserem Leben nicht zwangsweise für immer bestehen muss. Eine Mobilitätswende ohne Lebensqualitätsverlust ist machbar, vor allem auch durch eine andere Raumplanung und -gestaltung.

„Autokorrektur“ verlangt mehr als nur ein paar, meist technische Neuerungen und kosmetische Verbesserungen am System. Es müssen die „drei V“ in der richtigen Reihenfolge beim Verkehr angewendet werden, wenn nicht alles doch wieder beim Alten bleiben soll. Also zuerst Verkehr vermeiden, dann auf andere Verkehrssysteme verlagern und zuletzt erst technisch verbessern.

Die Ausstellung war bis 16. Oktober im afo (Linz, Herbert-Bayer-Platz 1) zu sehen.

Michael Schmida

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